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Die "Rabennest-Route" in und um Kallenhardt

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Hoher Stein in Kallenhardt




Blick auf das Bergdorf Kallenhardt




Das alte Rathaus in Kallenhardt




Mäandrierender Bach durch das NSG Lörmecketal

Kategorie

Wanderung

Länge

19.1km

Zeit

5:20 Std.

Aufstieg

368m

Abstieg

373m

Altitude (Minimum)

313m

Altitude (Maximum)

436m

Kondition

Schwierigkeit

Erlebnis

Landschaft

Empfohlene Jahreszeiten

J F M A J J A S O N D
Startpunkt der Tour:

St. Clemens Kirche

Zielpunkt der Tour:

St. Clemens Kirche

Eigenschaften:

  • aussichtsreich
  • geologische Highlights
  • faunistische Highlights
  • Rundtour
  • Einkehrmöglichkeit
  • familienfreundlich
  • kulturell / historisch
  • botanische Highlights

Ein abwechslungsreicher Waldrouten-Rundwanderweg in und um Kallenhardt und durch den Naturpark Arnsberger Wald.
Dieser Rundwanderweg der Sauerland-Waldroute führt den Wanderer durch das schöne Bergdorf Kallenhardt. Unterwegs gibt es viel zu entdecken! Ein besonderes Highlight ist das Naturschutzgebiet Lörmecketal in dem sich der Hohle Stein erhebt.

Informationen

Wegbeschreibung

Der Waldrouten-Rundweg startet an der St. Clemens-Kirche. Zum motivierenden Auftakt erwartet den Wanderer hier ein reizvoller Weitblick auf den Naturpark Arnsberger Wald.  Über die Kirchstraße an der Kallenhardter Grundschule vorbei folgen wir dem Markeriungszeichen "grünes W auf weißem Grund" mit dem Zusatz "Rabennest-Route". Nach ca. 200 m erwartet uns bereits auf der linken Seite die erste Sehenswürdigkeit: das im 15. Jh. im spätgotischen Stil erbaute ehem. Rathaus - eines der ältesten in Westfalen - bildete bis 1809 (Aufhebung der Privilegien) den Mittelpunkt städtischen Lebens in Kallenhardt. Für Bürgermeister, Magistrat und Gerichtsbarkeiten war es bis dahin über viele Jahrhunderte die Wirkungsstätte für ihre hoheitlichen und repräsentativen Tätigkeiten.  Wir biegen rechts ab und folgen dem Verlauf der Burgtorstraße, bis wir nach ca. 250 m lins auf den Weg "Mühlentwietken" (=Mühlenpfad) treffen. Dort geht es nun steil bergab, wobei wir die Aussicht auf den gegenüberliegenden Kalvarienberg genießen können. Am nächsten Querweg befindet sich eine Informationstafel zur Höhle am Kattenstein. Das Innere der Naturhöhle selbst ist allerdings nur nach vorheriger Absprache mit der Natur- u. Umweltschutzvereinigung BUND (Ortsgruppe Lörmecketal, Tel.: 02902/78873) zu besichtigen. Für einen Kurzeindruck folgt man dem hölzernen Richtungspfeil zum Höhlenbereich, der von der erwähnten Initiative mit viel Zeitaufwand naturbezogen gestaltet wurde.  Der Routenbeschilderung weiter folgend, treffen wir bald auf die nächste Sehenswürdigkeit: Die Siechenkapelle. Dieses Gebäude findet seine erste Erwähnung im Jahre 1563 als "Seeken Hüseken" und diente dazu, insbesondere Menschen mit der damals noch häufig vorkommenden Lepraerkrankung in einem abgelegenen Bereich außerhalb der Stadtmauern unterzubringen.  Ein längerer Geländeanstieg führt uns nach ca. 200 m zur nächsten historischen Stätte, dem Kalvarienberg. Dieser Bereich war Standort eines alten christlichen Kreuzweges der Pfarrei St. Clemens Kallenhardt, der bereits in einer Karte aus der Mitte des 18. Jh. als "Siebenfußfallberg" gekennzeichnet ist, was auf die Anzahl der ursprünglichen Andachtsstationen (vermutlich Holzkreuze) hinweist. die heutigen 14 Bildstöcke des Kalvarienbergs fertigte der Briloner Steinmetzmeister Peter Hilkenbach zwischen 1877 u. 1889 aus Rüthener Grünsandstein an.  Wir setzen nun den Aufstieg fort, wobei uns die erwähnten Kreuzwegstationen begleiten. Die halbe Anzahl haben wir hinter uns, wenn wir auf einen querenden Waldweg treffen. Hier halten wir uns rechts und wandern diesen Waldweg ca. 2,5 km weiter, bis wir das Flüsschen Glenne überqueren. Auf diesem Abschnitt unserer Wanderung begleiten uns reizvolle Ausblicke auf den Kallenhardter Bergkegel und den Naturpark Arnsberger Wald, wobei man sich hier auch einmal der wohltuenden Stille u. frischen Luft bewusst werden sollte! Wir folgen weiter dem Weganstieg, bis wir zu einer Schutzhütte kommen, wo wir uns für die gelsitete Anstrengung mit einer kurzen Rast belohnen können. Gemäß den weiteren Wegweistern sehen wir dann bald unterhalb des Tales einen in der Fläche sich schlängelnden, von Roterlen bestandenen Bachlauf.  Nach ca. 2 km erreichen wir den Sutlindenkopf (=südl. Lindenhöhle) und streifen im weiteren Verlauf das Jagdhaus Hirscheck. Nun halten wir uns rechts und  setzen unseren Weg ca. 500 m fort. Dann folgen wir ebenfalls rechts einem geschotterten Waldweg, bis auf der linken Seite eine Unterführung zu sehen ist.  Eine dortige schmale Brücke nutzend, unterqueren wir nun die L776 und wandern weiter, bis wir auf die Grenzen zwischen Waldbereich und freiem Feld stoßen.  Hier besteht die Möglichkeit einen kurzen Abstecher nach links zu unternehmen, um sich eine alte Köhlerhütte näher anzusehen. Diese originalgetreu nachgebaute Saisonunterkunft der füheren Hersteller von Holzkohle wurde 2008 in einer Kooperation Kallenhardter Vereine errichtet.  Einem Anstieg rechts folgend, geht es weiter unterhalb der Waldgrenzem bis wir am Parkplatz Rabennest ankommen.  Am nahgelegenen Warsteiner Bikepark besteht die Möglichkeit in der "Hütte mit Herz" einzukehren. Nach einer Stärkung setzen wir den Weg fort und genießen dabei den Blick auf das vor uns liegenden Lörmecketal.  Der Beschilderung folgend, streifen wir den Parkplatz Hohler Stein, bis wir links an einer Wegschranke vorbei in das über 250 ha große Naturschutzgebiet Lörmecketal gelangen.  Vor uns erhebt sich das Warsteiner Kalkmassiv und damit eine imponierende Natursteinkulisse. Auf unserem weiteren Weg erwartet uns der Hohle Stein. Dieses in Jahrmillionen der Erdgeschichte von Nebenläufen der Lörmecke ausgespülte Felsmonument entstand südwestlichen von Kallenhardt. Bei archäologischen Ausgrabungen in den 30er Jahren des 19. Jh. stieß man in den zwei Höhlenbereichen auf Funde aus unterschiedlichen Zeitepochen seit der letzten Eiszeit. Die dabei vorgefundenen Spuren des Menschen reichen zurück bis in seine frühen Jäger- und Sammlerphasen der Zeit um 10.000 v. Chr. u. geben damit dieser Stätte eine sehr seltene prähistorische Bedeutung.  Einige rätselhafte Relikte haben diese Höhle aber auch mit geheimnisvollen Sagen und Legenden umrankt, die z.T. sogar in die moderne Nibelunenforschung eingeflossen sind (z.B. Heinz Ritter-Schaumburg). Wir folgen nun in einer Talsenke dem Lauf der Lörmecke, bis sich vor uns eine weitere Felsformation, der Hohe Stein, erhebt. Unterhalb erstreckt sich eine großflächige Wacholderheide it ihren spezifischen Büschen und Bäumen. Links von uns hat sich der Fluss tief in das Tal gegraben.  Entlang unserer Route treffen wir auf Hinweistafeln zum gesonderten Themenwanderweg "FliessWege", welche zu den unterschiedlichen Geländeabschnitten wissenswerte Informationen liefern. Dieser Strecke folgend, begleiten uns nun entliche umgestützte, in das vorhandene Ökosystem einbezogene Baumriesen. Am Ende beigen wir nach rechts auf einen asphaltierten Weg und folgen der erwähnten Sonderweg-Weisung bis zu unserem Ausgangspunkt, der St Clemens Kirche in der Orstmitte von Kallenhardt.  Bei einer Einkehr in eines der einladenden Gasthäuser in Kallenhardt können wir unsere Eindrücke bei leckeren Speisen und Getränken  noch einmal Revue passieren lassen. 

Öffentliche Verkehrsmittel

R 62 von Lippstadt oder R 77 von WarsteinHaltestelle: Kallenhardt Ort

Anreise

Möhnestraße B 516 oder L776 Richtung Kallenhardt bis Ortsmitte Rüthen- Kallenhardt, dann Kirchstr. bis zur St. Clemens Kirche

Parken

An der St. Clemens Kirche in der Orsmitte Kallenhardt stehen kostenfreie Parkplätze zur Verfügung.

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