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GeoStation Steinbruch Hohenäcker

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Die ehemalige Ziegelei der Firma Bötzel am westlichen Rand der Stadt Frankenberg (Eder) bietet faszinierende Einblicke in die Pflanzenwelt des Erdaltertums. Wegen ihrer zahlreichen, gut erhaltenen Pflanzenfossilien zählt sie zu den weltweit bedeutendsten Fundstätten der Oberpermzeit (272 bis 251 Millionen Jahre vor heute).

Im Steinbruch „Bötzel“ (heute: Hohenäcker) sind Sedimente des Zechsteins aufgeschlossen. Sie gelten als küstennahe Randausbildung eines Meeresausläufers, der vor rund 260 Millionen Jahren von Nordeuropa bis in den Süden Deutschlands vordrang. Im Westen brandete das Meer an das heutige „Rheinische Schiefergebirge“. Die Küste war in zahlreiche Buchten gegliedert. Eine dieser Buchten bei Korbach stieß westlich der „Kellerwald-Insel“ fjordartig bis in den Raum Frankenberg vor. In diesem südlichsten „lagunären“ Bereich der Bucht wurden im Wechsel Ton-, Mergel-, Sand-, Kalk- und Dolomitgesteine abgelagert. Die sandigen Schichten gehören zur „Stätteberg-Formation“ des Oberperms und werden als Deltaschüttung eines einmündenden Flusslaufs gedeutet. In den Sandsteinen sind Pflanzenfossilien erhalten. Es treten Reste hauptsächlich von Nadelgehölzen auf, die über den Fluss in den Meeresbereich geschwemmt wurden. Neben der GattungUllmannia bronni, die als „Frankenberger Kornähre“ berühmt wurde, sind auch Funde von Pseudovoltzia liebeana und Peltaspermum martinsii überliefert.

Alter der Gesteine: Stätteberg-Formation: Zechstein, Oberperm (etwa 255 Millionen Jahre vor heute)

Verwendung der Gesteine: Im Steinbruch wurden bis etwa zum Ende der 1990er Jahre Tone und Mergel als Zuschlag für die Ziegelherstellung abgebaut. Nach Ende des Abbaus wurden Teile des Geotops als „Bodendenkmal“ unter Schutz gestellt. Der Steinbruch beherbergt zudem einige Vorkommen von geschützten Amphibien-Arten.

Adresse

Steinbruch Hohenäcker

35066 Frankenberg (Eder) Rodenbach

Telefon: 06451717672

[email protected]

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